Immer in Haushaltungspflichten, ich hoffe es so durchzuführen, daß R. sich wohl und ruhig fühlt. Er speist heute bei Herrn Rose, ich mit Elisabeth und den Kindern. Spät abends kehrt R. heim, recht befriedigt von dem Wiedersehen mit den Leuten. Ein hübscher Toast wurde ihm gebracht von Herrn Rose[1], welcher…
Ich habe nun meinen im argen stehenden Haushalt in die Hand zu nehmen und tue es denn auch, den Tag über mich mit Wäsche beschäftigt. Abends lacht R. und sagt: »Es freut mich doch, daß ich auch noch eine Haushälterin geheiratet habe.« – Brief von Hans, welcher mir 2500 fr….
Soeben sehr ermüdet von Wien zurückgekehrt, beeile ich mich, zunächst Ihren gütigen Mitteilungen im Betreff der von mir gewünschten Vorführung der drei, in Wien einem grösseren Publikum zu Gehör gebrachten Bruchstücke aus „Götterdämmerung" vermöge einer Privataudition vor Seiner Majestät des Königs, dahin zu erwidern, dass ich, hocherfreut durch die hierzu…
Ganz in der Frühe meldet sich der Besuch des Erzbischofs Hajnald; welchen ich auch R. vorstelle; darauf einige Besorgungen und Abschied von der lieblichsten Freundin genommen, später von den vortrefflichsten Standhartners. Gegen 7 Uhr fort; um 6 Uhr früh in Regensburg, da fünf Stunden Arrest bevorstehen, besuchen wir den Dom…
Allerlei unangenehme häusliche Nachrichten. R. aber ziemlich wohl, Gott sei Dank. – Gestern abend erzählte er den Hausfreunden den seltsamen Traum, welchen er einst in der Schweiz gehabt, in dem er sich mit Herwegh[1] spazieren gehend sah über hohe Bergwege, wo plötzlich eine Huldigung von einem Männergesangverein gebracht wurde; dabei…
Einige Besuche gemacht mit Marie Dönhoff und abends hübsche Soirée bei Dönhoffs, wo R. zum ersten Male Marie Hohenlohe wiedersieht seit 19 Jahren. Nach einer großen Intimität eine vollständige Entfremdung, R. erkennt sie aber wieder, und trotz der Lücken und der Sprödigkeit ihres Wesens findet er sie nicht uninteressant. [1]…