Wir tappen an einander herum, und ich komme nicht dazu, Sie einmal zu hören. So bleibt mir auch immer der Charakter Ihrer Stimme fremd, und unwillkürlich denke ich Sie mir immer nur als „Beckmesser", als welcher Sie jedoch in meinem neuen Werke nicht unterzubringen sind. Mir fehlt dagegen ein richtiger…
[Vorangestellt ist der Text des Circulars an die Sänger vom 20. Januar 1875] Ich übersende Ihnen mit dem Vorliegenden das Einladungsschema, welches ich seitdem an sämtliche zur Mitwirkung an meinem Unternehmen Berufene gelangen ließ, während ich mit der Zusendung an Sie bisher noch zögerte, und zwar aus dem einzigen Grunde,…
Vieles Hin und Her zwischen Sängern und Richard, durchgängig benehmen sie sich alle gut; minder gut dagegen die Karlsruher Orchester-Mitglieder. Die herrliche Mimi schreibt wieder von einem Patronatschein, welchen sie an Herzog Ratibor, und von einem Bild von Angeli[1], an Herrn Wesendonck verkauft. Die Konferenzen für den Gasthof ergeben ein…
Ich kann unmöglich an einen Abschluss in der Angelegenheit, welcher Sie eine so warme und nicht genug verdankenswerthe Theilnahme widmeten, gehen, ohne Sie hiervon zu unterrichten und nochmals zu Rathe zu ziehen. Sie wissen, dass Herr Notar Skutzsch auch in Leipzig ohne Aussicht auf eine rechtliche Lösung jenes Vertrages mit…
Mit den Kindern gearbeitet; dann sie auf das Eis geschickt und während dem Briefe geschrieben (an Vater, welcher nicht nach Wien kommt, etc.). Vergebliche Erwartung Richter's; in Wien herrscht Ratlosigkeit, da er sich mit nichts befaßt hat. Abends größere Zusammenkunft, Herr Glatz singt das Duett mit Brünnhilde mit vieler Energie,…
Das Erste, was ich in dieser für mich so tief zerstreuenden Zeit der auswärtigen Beschäftigung als musikalische Composition seit der letzten Beendigung der 'Götterdämmerung' wieder aufzuzeichnen vermochte, übersandte ich gestern an Frau Betty Schott als ihr gewidmetes und zugehöriges[1], 'Albumblatt'. Im baldigen Begriff des Antrittes einer größeren, höchst mühevollen Konzertreise…