Treu bis in den Tod geliebter, theurer Freund! Als ich von meiner Reise nach Frankreich[i] wieder in die Heimath zurückgekehrt war, fand ich die Geschäfte so angehäuft, daß ich zu meinem lebhaften Bedauern mich veranlaßt sehen mußte, Ihnen meinen Dank vorläufig durch den Sekretär ausdrücken zu lassen[ii]. Nun ich aber wieder…
Brief des Herrn Hoffmann, welcher durchaus R. sprechen will, wir entscheiden uns dahin, ihn mit seiner Frau zum Abend einzuladen. R. zuerst sehr aufgeregt, beruhigt sich dann, es wird abgemacht, daß die Maquettes von Coburg wieder herüber bestellt werden. – Der angekündigte Dichtertag mit seinen Paragraphen erschrickt durch die Dreistigkeit…
R. arbeitet (nach einer üblen Nacht, »die ganze Natur ist Bullrich«, ruft er scherzend während des Nacht-Sturmes aus); ich arbeite mit den Kindern, Vor- und Nachmittag. Abends beginnen wir »Don Arias Gomez' Liebchen«. Ich bin sehr müde.
Sehr üble Nacht, während welcher ich eine Anrufung an die Musik für Marie Muchanoff unter Tränen entwarf. Bad mit Lusch, Arbeit mit den Kindern, und darauf sieben bis acht Briefe geschrieben. Abends »Die Hexe« von Greene[i] gelesen, ohne Freude daran, ein Genie hat keine Vorgänger. (Vorher eine Kaffeegesellschaft bei Freifrau von…
Isolde überraschte uns gestern durch einen völligen historischen Vortrag, welchen Fidi durch den Witz abschloß (es handelte sich um den Streit Ludwig's des Frommen mit seinen Söhnen): »Sie streiten sich wie auf dem Hühnerhof.« Abschiedsbesuch der freundlichen Gönner, welche ungemein liebenswürdig gegen die Kinder waren. Aufstellung des Gerüstes. Allerlei mit…
In der Frühe zur Freundin, welche dann ihren Gemahl[i] in Neumarkt abholt. Sehr angenehmes Zusammensein den ganzen Nachmittag, der Minister soeben von der Konfirmation des Sohnes des Kronprinzen heimkehrend, erzählt von dem bewundernswürdigen Glaubensbekenntnis des Prinzen. Es bestätigt sich aber, daß dessen linker Arm[ii] lahm ist. Besuch des Theaters. – – Sorge…