Category: Cosima Wagner Tagebuecher
R. hatte eine schlechte Nacht; „wenn man es nur über sich bringen könnte, nicht immer an die Sache zu denken“. Daß noch 25 000 Gulden Schulden darauf stehen, ist förmlich erdrückend. Wie eine Ironie sind alle Notizen, die kommen; Wagner-Konzerte in London, Erfolg der Meistersinger in Köln, Bitten um Autographen…
View moreR. hatte eine üble Nacht, wilde Träume, unter anderm, daß Frau Wesendonck ihm ein jüngst geborenes Kind zeigte, bei ihr höre das nicht auf, bemerkend; dann, mit der größten Naivität, gab sie dem Kind, welches eine seltsamen Kopf-Putz hatte und frühreif war, daß R. vermeinte, es hab weißes Haar, die…
View moreR. ist nicht wohl, trotzdem das Wetter besser geworden ist. Zu viele Sorgen wühlen in ihm herum. Des Morgens beide am Hause, um die Hildebrand’schen Aquarelle zu verteilen. Nachmittags auch, die Kinder schlittschuhlaufend, Fidi, welcher zwei Pfefferkuchen dort erhält, gibt Evan den größten, wird dann darüber wütend: „Ich muß das…
View more„Du krönst mich mit deiner Barmherzigkeit“, sagt mir R. am frühen Morgen, „du bist nicht nur die Krone meines Lebens, du bist die der Welt.“ — Ach! und nichts kann ich für ihn. Er schreibt an Heckel einen Brief für den Gr. von Baden* und sagt: „Man tut das, aber…
View moreImmer größerer Tau, doch geht es in das Haus, allerlei Pflanzungen mit dem Gärtner besprochen, dann mit dem Maler Maurer die ganze Dekoration wieder vorgenommen. R. treffe ich immer bei der Korrektur an. – Er erzählt mir, er habe darüber nachgedacht, ob er das Idyll würde für großes Orchester machen,…
View moreTauwetter ist eingetreten, ich bin beständig im Hause, Vor- und Nachmittag; R. nimmt die Korrekturen der Biographie* weiter vor, der Aufenthalt in Paris erscheint ihm immer grauenhafter; „ach, es war alles hübsch“. – Von dem Wahlunsinn erzählt er mir, daß sie in Chemnitz einen Sozialisten, oder wie diese Leute heißen,…
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