Einige Briefe; Gouvernanten-Angelegenheit, und einen sehr wehmütigen unseres Freundes Nietzsche, der sich vergrämelt; R. ruft aus: „Er muß heiraten oder eine Oper schreiben, freilich wird letztere auch derart sein, daß sie nie zur Aufführung kommt, und das führt ihn auch nicht in das Leben.“ – Ich gehe in das Haus…
Karfreitag. Zur Kirche mit den Kindern, heimgekehrt schlage ich R. vor, mit uns auf das Theater zu wandeln. Da er zu unwohl ist zu arbeiten, besteigen wir den Hügel, der auch ein Leidensberg für uns ist. Nachmittags nach Fantasie gefahren, um die Hühner zu besichtigen, von welchen der Herzog uns…
Grün-Donnerstag. R. fühlt sich unwohl, und wir sind beide sehr durch unseres alten Rus‘ Krankheit betrübt, das große arme Tier stöhnt jämmerlich, der Tierarzt erklärt es für Rheumatismus. – Arbeit im Haus Vor- und Nachmittag; R. mußte wiederum vor Gericht des Prager Theaterdirektors wegen, heimkehrend sagt er mir: „Dieser Unsinn…
R. singt den Chor „Wacht auf“ (sich freuend, daß er zu unseres Freundes Riedel Jubiläum in Leipzig gewählt wurde). Er sagt: „Das war für mich die Quintessenz des Werkes, das hatte ich zu allererst in Paris und sagte zu Weißheimer in Biebrich: Geben Sie acht, das Vorspiel zum dritten Akt…
R. liest in Champfleury‘s Skizze über Balzac und muß sehr lachen über die Bemerkung des letzteren über Lamartine[1]: „Il mourra sur la paille. – D’ailleurs il ne sait pas le francais.“ Vor- und nachmittags in das Haus gegangen; abends liest R mir mehreres aus der Skizze von Champfleury vor: „sie…
Zur Kirche mit den zwei älteren Kinder; R. arbeitet. Nachmittags mit ihm in das Haus. Abends die Musiker. Cis moll Quartett[1]. Erinnerungen R.‘s an seine ersten musikalischen Erlebnisse, Magdeburg etc. – „In Zürich hatte ich bereits eine lebenslängliche Anstellung durchgemacht.“ – Vom Macedonier befragt, wer wohl der R. der Novelle…