#countdown1876 – Heute vor 150 Jahren

Der Weg zu den ersten Bayreuther Festspielen in Tagebucheinträgen und Briefen

Im August 1876 werden die ersten Bayreuther Festspiele stattfinden, doch 2 1/2 Jahre davor, droht die Unternehmung zu scheitern. Der Plan das „Theater“ durch die Ausgabe von Patronatsscheinen über die Richard Wagner Verbände zu finanzieren geht nicht auf und König Ludwig II. will keine klare Aussage machen, ob er für den benötigten Restbetrag bürgt. Cosima und Richard leben mit den Kindern in Bayreuth. Sie bauen gleichzeitig ihr Haus und das „Theater“; beide sind überanstrengt und voller Sorge. Was wird die Zukunft nur bringen?

Februar 1874

Die Woche über nicht in das Tagebuch geschrieben, meine Augen leidend. R. hat viel Not, ein Teil des Klavierarrangements der Götterdämmerung kommt an und ist unspielbar und unverständlich; die Mittelstimmen überfüllen, und das Hauptmotiv geht unter. An seine Partitur kommt R. nicht, was ihn sehr betrübt. „Meine Sache wäre, immer…

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Ich bin durch eine Mittheilung des Herrn Batz im höchsten Grade aus der Fassung gebracht worden. Er hatte mir zuletzt im Jahre 1872, nachdem ich ihn beauftragt hatte, mich von J.J. Weber loszumachen berichtet: J.J. Weber bestehe (Ehren halber) nur noch auf einer zweiten Auflage und übergebe mir von dann…

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Frühlingswetter, mit den Kindern vor- und R. nachmittags (Rollwenzel) spazieren gegangen. Große innere Müdigkeit, Todessehnsucht. Der Anblick des Theaters kränkt mich jetzt förmlich. „Vielleicht kommt noch das Unbekannte“, sagt R., „denn das Bekannte, auf das man baute, hat uns ganz vollständig verlassen.“ In Gibbon gelesen. Nachts überfällt mich eine Herzens-Congestion,…

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Ich muß Ihnen noch, der nöthigen geschäftlichen Ordnung wegen, anzeigen, daß ich mit Hrn. Schott in einem Vertragsabschluß begriffen bin, nach welchem ich ihm, außer den einzelnen Textbüchern zu den Nibelungenstücken auch das Textbuch der „Meistersinger“ zum Vertriebe überlassen habe … Ich erhalte hierfür, was mir augenblicklich sehr wertvoll ist,…

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Ich ersehe, daß wir etwas ins Umständliche verfallen, was um so überflüssiger dünkt, als Sie in der Hauptsache mir zu Willen sein wollen, wofür ich Ihnen herzlich Anerkennung und Dank sage! – Ich erwarte nun, was Sie mir für die Zusprechung der Textbücher für die „Nibelungenstücke“ und die „Meistersinger“ nachträglich…

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Januar 1874

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