Category: Cosima Wagner Tagebuecher
R. leider keine gute Nacht. Ich habe am Morgen Wäsche zu legen; er hat immer Orchesternöte, sie schrauben die Bedingungen so hinauf, daß die Kosten sehr vermehrt werden. Ein Herr v. Sydow[1] schreibt aus Hamburg nach der Logier'schen Methode[2], weil er in der Autobiographie gelesen, daß R. darin die Komposition…
View moreIn der Frühe zum Abendmahl mit Lusch zum ersten Mal! … Sie ist sehr erschüttert, ohne daß ich viel ihr zu sagen habe. – Brief von Ritter[1] erhalten, welcher nun als Commis in einem Geschäft arbeitet! Wir fassen schnell den Entschluß, seinen Sohn zu uns zu nehmen und eine kleine…
View moreAbschied von Elisabeth Nietzsche, welche mir hier einen solchen Dienst erwiesen. Ich begleite sie zum Bahnhof. Nachmittags zugebracht mit Briefschreibereien und Hausbewirtschaften, R. leider nicht wohl, erkältet; die Bildung des Orchesters macht ihm Not. – Die Aufführung für den König in München findet nicht statt; er sei unwohl. Abends wollen…
View moreEs gehen die Tage in beständigen Versuchen, unseren Diener, welchen wir samt Frau und Kinder ernähren, uns zu erhalten, einzig die gehörige Schicklichkeit gefordert. Sonntags vergißt er sich so gegen R., daß er augenblicklich aus dem Dienst entlassen wird. Eine der traurigsten Erfahrungen der Schlechtigkeit der menschlichen Natur; sieben Menschen…
View moreImmer in Haushaltungspflichten, ich hoffe es so durchzuführen, daß R. sich wohl und ruhig fühlt. Er speist heute bei Herrn Rose, ich mit Elisabeth und den Kindern. Spät abends kehrt R. heim, recht befriedigt von dem Wiedersehen mit den Leuten. Ein hübscher Toast wurde ihm gebracht von Herrn Rose[1], welcher…
View moreIch habe nun meinen im argen stehenden Haushalt in die Hand zu nehmen und tue es denn auch, den Tag über mich mit Wäsche beschäftigt. Abends lacht R. und sagt: »Es freut mich doch, daß ich auch noch eine Haushälterin geheiratet habe.« – Brief von Hans, welcher mir 2500 fr….
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