Category: Cosima Wagner Tagebuecher
R. trüb gestimmt durch die Hoffnungslosigkeit über Glatz! »Ich muß wilde Menschen haben«, sagt R., »keine kultivierten Barbaren.« Ich schreibe an Bon Normann um Erkundigung über einen Tenoristen, Herrn Schwab, welcher sich empfohlen hat. – Mit den Kindern lese ich jetzt »Nathan den Weisen« und werde durch vieles wiederum sehr ergriffen,…
View moreR. nicht sehr wohl, Herr Glatz auch nicht, kein Studium, wohl aber Auseinandersetzungen, und zwar nicht erfreuliche; es gilt dem guten Mann zu beweisen, daß er nichts bei Frau Richter gelernt und nichts lernen wird! R. und ich sehr melancholisch darüber, daß wahrscheinlich eine Hoffnung zunichte ist! … Woher Siegfried?…
View moreRichter's Hochzeitstag! – Des Morgens sagt mir R.: »Ich bin immer tiefer überzeugt von der Wahrheit des Voltaire'schen Wortes, daß für das Volk die Religion nicht absurd genug sein kann, und daß man das Christentum von seiner jüdischen Grundlage nicht trennen kann. Der Vater im Himmel gehört dazu, und naiv…
View moreR. hatte eine bessere Nacht und beginnt das Studium mit Herrn Glatz; hier ist alles zu tun, doch ist er nicht hoffnungslos. Kaffeegesellschaft für mich, für R. der Besuch von Herrn Skutsch, welcher in Leipzig war, um sich Rat zu holen; es kommt heraus, daß an dem Kontrakt mit Voltz…
View moreR. liest viel in Gfrörer, das siebentägige Schweigen vor dem Gericht in den Büchern der jüdischen Mystiker macht ihm großen Eindruck. Ich unterrichte die Kinder und mache einige Besuche. R. besorgt Geschäfte. Sehr schlimmes Wetter, Wind und Schneegestöber. Abends Herr Glatz sanglos. (Viel Kummer durch die älteren Kinder.) Traduzione in…
View moreR. immer schlaflos oder von wilden Träumen gepeinigt. »Laß mir doch wenigstens Eva«, mit diesen Worten wachte er auf, indem er mich mit den Kindern von sich gehen sah. Vorher hatte er sich als Gegenstand des Hohnes und der Verachtung empfunden! Er speist bei Karl Kolb und kommt recht befriedigt…
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